Die Geschichte von FortiClient VPN
Die Anfänge: Ein einfacher und sicherer Zugang (Frühe 2000er)
Die Geschichte des FortiClient VPN ist untrennbar mit dem Aufstieg des Internets und der Notwendigkeit verbunden, sichere Fernzugriffslösungen für Unternehmen zu schaffen. In den frühen 2000er Jahren, als die Globalisierung und die mobile Arbeit zunahmen, erkannten Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter einen zuverlässigen und sicheren Weg benötigten, um von außerhalb des Büros auf interne Ressourcen zuzugreifen. Fortinet, bereits ein etablierter Name im Bereich der Netzwerksicherheit, antwortete auf diesen Bedarf mit der Entwicklung eines robusten VPN-Clients. Die erste Vision war klar: einen einfachen, aber leistungsstarken Client zu schaffen, der eine verschlüsselte Verbindung zum Unternehmensnetzwerk über die FortiGate-Firewalls herstellt. Der Fokus lag auf Stabilität und Sicherheit, um sicherzustellen, dass sensible Unternehmensdaten auch bei der Übertragung über öffentliche Netzwerke geschützt bleiben. Diese frühen Versionen legten den Grundstein für die Zuverlässigkeit, die FortiClient bis heute auszeichnet.
Evolution zur Endpoint-Sicherheit (Mitte der 2000er bis frühe 2010er)
Mit der zunehmenden Komplexität der Cyber-Bedrohungen wurde schnell klar, dass ein reiner VPN-Zugang nicht mehr ausreichte. Die Endgeräte selbst – Laptops, Desktops und später auch mobile Geräte – wurden zu einem Hauptziel für Angreifer. Fortinet erkannte diesen Wandel und begann, den FortiClient von einem reinen VPN-Tool zu einer umfassenderen Endpoint-Sicherheitslösung zu erweitern. In dieser Phase wurden wichtige Funktionen wie Antivirus, Webfilterung und eine Anwendungsfirewall integriert. Der FortiClient war nicht mehr nur ein Tor zum Netzwerk, sondern wurde zu einem Wächter auf dem Endgerät selbst. Diese Erweiterung war ein entscheidender Schritt, da sie es Unternehmen ermöglichte, ihre Sicherheitsrichtlinien direkt auf den Geräten ihrer Mitarbeiter durchzusetzen, unabhängig davon, wo diese sich befanden. Der FortiClient bot nun einen mehrschichtigen Schutz, der sowohl die Verbindung als auch das Gerät selbst absicherte.
Integration in die Security Fabric (Mitte der 2010er)
Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des FortiClient war seine tiefe Integration in die Fortinet Security Fabric. Fortinet verfolgte die Vision einer ganzheitlichen, automatisierten und kooperativen Sicherheitsarchitektur, in der alle Sicherheitskomponenten nahtlos zusammenarbeiten. Der FortiClient wurde zu einem wesentlichen Sensor und Durchsetzungspunkt innerhalb dieser Fabric. Durch die Verbindung mit dem FortiGate und dem FortiAnalyzer konnte der Client nun Telemetriedaten über den Zustand des Endgeräts an das zentrale Sicherheitssystem senden. Wenn ein Gerät Anzeichen einer Kompromittierung zeigte, konnte es automatisch unter Quarantäne gestellt werden, um eine Ausbreitung der Bedrohung im Netzwerk zu verhindern. Diese als "Zero Trust Network Access" (ZTNA) bekannte Fähigkeit revolutionierte die Art und Weise, wie Unternehmen über Netzwerksicherheit dachten. Es ging nicht mehr nur darum, den Perimeter zu schützen, sondern darum, jedem Gerät und Benutzer zu misstrauen, bis seine Vertrauenswürdigkeit überprüft wurde.
Moderne Ära: ZTNA, Cloud-Management und darüber hinaus (Heute)
Heute ist der FortiClient VPN eine hochentwickelte, multifunktionale Endpoint-Sicherheitsplattform. Die Einführung des Enterprise Management Servers (EMS) ermöglichte eine zentrale Verwaltung, Bereitstellung und Überwachung von Zehntausenden von Clients von einer einzigen Konsole aus. Dies vereinfachte die Verwaltung für große Unternehmen erheblich. Die ZTNA-Funktionen wurden weiter ausgebaut und bieten nun einen granularen, anwendungsbasierten Zugriff, der sicherer und flexibler ist als herkömmliche VPNs. Der Client unterstützt eine breite Palette von Betriebssystemen, einschließlich Windows, macOS, Linux, Android und iOS, und gewährleistet so einen konsistenten Schutz für alle Geräte. Die kontinuierliche Innovation bleibt der Kern der FortiClient-Strategie. Das Entwicklungsteam arbeitet unermüdlich daran, neue Technologien zu integrieren, um den sich ständig weiterentwickelnden Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein. Von der Integration von KI-gestützter Bedrohungserkennung bis hin zur Unterstützung neuer Cloud-Plattformen – der FortiClient VPN entwickelt sich ständig weiter, um Unternehmen auf der ganzen Welt den besten Schutz für ihre Endgeräte und Daten zu bieten.